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Grippaler Infekt oder echte Virusgrippe?
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Was unterscheidet eine Erkältung oder
'grippalen Infekt' von einer echten Grippe?
Trotz der Namensgebung ist die Kälte nicht die
Ursache von Erkältungskrankheiten, sondern eine Vielzahl von Viren.
Besonders häufig sind Rhinoviren Verursacher von
Erkältungskrankheiten. Diese werden je nach der Region des
betroffenen Atemwegssystems eingeteilt.
- Ist die Nase betroffen, so heißt die Erkrankung Schnupfen
- Ist der Hals betroffen spricht man von Halsschmerzen
(Pharyngitis).
- Treten Husten, Schnupfen, Heiserkeit und Fieber gleichzeitig auf, so
spricht man von einem grippalen Infekt.
Bakterien haben mit Erkältungskrankheiten im
Grunde gar nichts zu tun. Ist aber das Immunsystem der betroffenen
Person durch die virusbedingte Erkältung geschwächt, so können
Bakterien in den Körper eindringen und Komplikationen
verursachen.
Die Viren sind stark ansteckend. Denn da sie sich
nicht langfristig in der Nase des Wirtes einnisten können, müssen
sie sich zum Überleben immer wieder einen neuen Wirt suchen.
Deswegen ist es wichtig, dass sie ihren eigenen Wirt nicht
zerstören. Um das eigene Überleben zu sichern, müssen sie ihn aber
gleichzeitig dazu bringen, andere Menschen um sich herum
anzustecken. Aus diesem Grunde darf der Mensch nicht so sehr krank
werden, das heißt, im Regelfall verschwindet sie Erkältung nach etwa
einer Woche ohne große Spuren. Statistisch gesehen macht jeder
Mensch bis zu fünf Erkrankungen im Jahr durch, wobei Kleinkinder häufiger krank werden.
Erwachsene sind durchschnittlich etwa zweimal im Jahr erkrankt, wenn
sie kleine Kinder betreuen allerdings wieder häufiger.
Ein grippaler Infekt unterscheidet von einer
echten Grippe (Influenza) in mehreren Punkten:
- Die Verursacher der echten Grippe sind sogenannte
Influenzaviren.
- Die Krankheit tritt vornehmlich in der Grippesaison von Dezember bis
April auf, während man Erkältungen das ganze Jahr über bekommen
kann.
- Außerdem sind die Beschwerden der echten Grippe wesentlich schwerer
als die der grippalen Infekte: meistens hat der Betroffene hohes
Fieber (>39°C) sowie Kopf- und Gliederschmerzen und fühlt sich
müde und sehr schwach. Die Genesung kann Wochen dauern.
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Welche Symptome zeigen Erkältungskrankheiten?
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Schnupfen
Eine laufende Nase ist das typische Symptom einer
beginnenden Erkältung. Häufiges Niesen und eine laufende Nase sollen
die Krankheitserreger aus der Nase hinausbefördern. Hat sich die
Infektion trotzdem festgesetzt, entzündet sich die Schleimhaut, mit
der die Nasenhöhlen ausgekleidet sind. Dies äußert sich in einer
Schwellung, die zu dem Gefühl der verstopften Nase führt. Durch die
Verstopfung steigt die Innentemperatur der Nase an. Dies ist sehr
ungünstig für die Vermehrung der Schnupfenviren, denn diese
benötigen zur Vermehrung Temperaturen unterhalb der
Körpertemperatur. Diese Bedingungen herrschen normalerweise in der
Nase vor, wenn diese durch die Atemluft gekühlt wird.
Nasennebenhöhlenbeschwerden
Ein gewöhnlicher Schnupfen kann zu einer
Verlegung der Ausgänge der Nasennebenhöhlen führen. Die darin
enthaltene Flüssigkeit kann dann nicht mehr abtransportiert werden.
Sie bietet Bakterien einen idealen Nährboden. Auch der Luftaustausch
ist behindert, wodurch sich der normale Druck in der Nasennebenhöhle
verändert. Nasennebenhöhlenentzündungen äußern sich in starken
Kopfschmerzen, vor allem im Stirn – und Wangenbereich.
Mittelohrbeschwerden
Das Mittelohr ist (wie die Nasennebenhöhlen) eine
kleine Luftkammer, die mit dem Haupt-Luftweg der Nase durch eine
kleine Öffnung verbunden ist. Ist als Folge einer Erkältung die
Öffnung verstopft, sammelt sich dort Flüssigkeit Diese ist ein gutes
Nährmedium für Mikroorganismen. Durch die Verstopfung verändert sich
der dort normalerweise herrschende Druck und dieses verursacht
starke Schmerzen.
Halsschmerzen
Der trockene, kratzende Hals ist oft das erste
Anzeichen einer Erkältung. Viren können im Rahmen einer Erkältung
eine Entzündung des Kehlkopfes verursachen (akute Pharyngitis).
Bakterielle Infektionen treten auf, wenn die Viren die Schleimhäute
so stark geschädigt haben, daß die Immunabwehr nicht mehr richtig
funktioniert. Folgen der Virusinfektion sind gerötete und
geschwollene Stimmbänder sowie eine heisere Stimme. Wenn auf die
leichten Schmerzen zu Beginn der Erkältung ein paar Tage später
stärkere Schmerzen folgen, so deutet dies auf eine zusätzliche
Infektion des Rachens, zum Beispiel mit Bakterien, hin. Meist hängt
die Stärke der Halsschmerzen aber mit der Verstopfung der Nase
zusammen. Bei stark verstopfter Nase wird durch den Mund geatmet.
Dies trocknet den Rachen zusätzlich aus und reizt ihn, wodurch sich
die Schmerzen verschlimmern.
Warum sind Fieber und Kopfschmerzen seltener als bei einer
echten Grippe?
Beides sind typische Symptome einer bakteriellen
Infektion oder einer Grippe. Begleiten sie banale
Erkältungskrankheiten, sind die Symptome wesentlich schwächer.
Meistens sind Kinder vom Fieber betroffen. Genau andersherum ist es
mit den Kopfschmerzen: sie treten häufiger bei Erwachsenen auf.
Fieber erweitert die Blutgefäße im Gehirn, dadurch entstehen
typische pulsierende Schmerzen. Ein anderer Typ, der sogenannte
Spannungskopfschmerz, tritt als Folge von Stress oder Ermüdung auf
und zwar vor allem dann, wenn durch die Erkältung die normalen
Tagesaktivitäten behindert werden. Sind die Nasennebenhöhlen
verstopft, so äußert sich dies in heftigen Schmerzen vor allem
hinter der Stirn. Sind zusätzlich die Kiefernhöhlen verschlossen, so
kann der Schmerz auch die Wangen oder den Oberkiefer betreffen.
Welche Arten von Husten treten auf?
Der Husten ist wichtig zur Reinigung der
Atemwege. Gleichzeitig ist es auch ein Schutzreflex. Der akute
Husten, der mit einer Virusinfektion einhergeht, ist meistens
trocken und tritt anfallsartig auf. Im Verlauf der Erkältung kommt
es zu einer Zunahme der Produktion von Schleim in den Atemwegen. Der
Schleim muss abgehustet werden, damit sich keine Bakterien einnisten
können. Viele Leute klagen auch nach einer Erkältung einige Tage
lang noch über einen trockenen Anfallshusten, der nach Einatmen von
kalter Luft oder Zigarettenrauch auftritt. In diesen Fällen
reagieren die Atemwege schlichtweg überempfindlich.
Welche Folgeschäden kann eine Erkältung haben?
In der Regel klingt eine Erkältung nach einigen
Tagen komplikationslos ab. Probleme können auftreten, wenn sich
Bakterien durch die Schwächung des Immunsystems vermehren konnten
und eine Nasennebenhöhlenentzündung, Mittelohrentzündung oder sogar
Lungenentzündung dazugekommen ist. Eine Nasennebenhöhlenentzündung
sowie eine Mittelohrentzündung äußern sich in
starken Schmerzen. Treten diese Symptome
auf, ist ein Arztbesuch notwendig. Tritt zusätzlich Fieber auf und / oder nimmt der Schnupfen
bzw. der abgehustete Schleim eine dicke,
gelblich-grüne Farbe an, so muss ebenfalls ein Arzt
aufgesucht werden. Anlass für einen Arztbesuch sind auch Schluckbeschwerden und ein Enge- oder Kloßgefühl im Hals, denn
dieses deutet auf eine Mandelentzündung hin. Diese Krankheiten
müssen mit Antibiotika behandelt werden, damit sie komplett
ausheilen können.
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Arzneimittel gegen Schnupfen
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Schnupfen kann mit verschiedenen Arzneistoffen aus der Gruppe der Alpha-Sympathomimetika behandelt werden. Meistens werden diese Arzneistoffe in Form von Nasentropfen verabreicht.
Ein banaler Schnupfen kann bei ansonsten gesunden, erwachsenen Personen durchaus in eigener Regie behandelt werden. Gehen die Beschwerden aber trotz Behandlung nicht nach 2-3 Tagen zurück oder leiden Sie an Krankheiten, die das Immunsystem schwächen, an Atemwegserkrankungen wie Asthma und chronischer Bronchitis oder Herzproblemen (z.B. Problemen mit den Herzklappen), so ist ein Besuch beim Arzt unumgänglich. Auch Personen, die unter Erkrankungen leiden, die die Einnahme von Medikamenten erforderlich machen, die das Immunsystem schwächen (z.B. Rheumapatienten) sollten ihren Arzt befragen. Bei Kindern sollte ein Kinderarzt aufgesucht werden.
Wenn zu Beginn einer Erkältung Abgeschlagenheit, Halskratzen, Frösteln und Niesen auftreten, kann eine Schwitzkur durchgeführt werden. Dazu werden 500 – 1000 mg Acetylsalicylsäure . mit heißem Tee aus Lindenblüten . eingenommen. Es schließt sich für ca. 15 Minuten ein heißes Erkältungsbad an. Um danach richtig zu schwitzen, wird eine Stunde Bettruhe empfohlen.
Läuft die Nase schon und tränen die Augen, sind Nasentropfen angezeigt. Die meisten Arzneistoffe gehören in die Gruppe der Alpha-Sympathomimetika. Diese Arzneistoffe stimulieren den Sympathicus, einen wichtigen Nerv des vegetativen, also unwillkürlichen, Nervensystems und führen so zu einer Abschwellung der Nasenschleimhäute. Zu dieser Gruppe gehören folgende Arzneistoffe:
- Indanazolin
- Naphazolin
- Oxymetazolin
- Tetryzolin
- Tramazolin
- Xylometazolin
Nach Möglichkeit sollten Nasensprays ohne Konservierungsmittel verwendet werden. Die Sprays sollten nur so lange benutzt werden, wie dies in der Packungsbeilage empfohlen wird. Konservierungsmittel können genauso wie die oben genannten Arzneistoffe bei längerem Gebrauch die Nasenschleimhaut schädigen und so zu Dauerschnupfen führen.
Wenn der Schnupfen in ein schleimiges Stadium mit dickem Sekret übergeht, sollten die oben genannten Nasentropfen oder –sprays nicht mehr angewendet werden. Besser ist dann die Inhalation von ätherischen Ölen, die den zähen Schleim lösen. Dazu gehören zum Beispie
- Campher
- Eukalyptus
- Fichtennadelöl
- Kiefernnadelöl
- Menthol
Ätherische Öle sollten nicht bei Kindern oder bei Menschen, die unter Asthma leiden angewendet werden. Um die gereizte Nasenschleimhaut zu beruhigen, empfehlen sich Nasensprays, die eine der folgenden Substanzen enthalten:
- 0,9 %ige („physiologische“) Natriumchloridlösung
- Meerwasser
- Emser Salz
- Dexpanthenol
- Extrakte aus Kamillenblüten
Sind die Nasennebenhöhlen verstopft, werden in erster Linie Antibiotika vom Arzt verordnet. Unterstützend helfen Inhalationen mit ätherischen Ölen oder Präparate, die Extrakte aus Primelwurzel oder Myrtol enthalten.
Bei Mittelohrbeschwerden, die sich in Form verstopfter Ohren und Ohrensausen äußern, helfen am besten abschwellende Tropfen für die Nase sowie Wärme (zum Beispiel ein um den Kopf gebundener Schal oder Bestrahlung mit einer Infrarotlampe). Ist die Nase wieder frei, verschwinden meist auch die Ohrenschmerzen. Ist dies nicht der Fall, so besteht der Verdacht einer Mittelohrentzündung und der Arzt wird Antibiotika verordnen.
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Arzneimittel gegen Halsschmerzen
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Zur Behandlung von Halsschmerzen setzt man Lutschtabletten oder Gurgellösungen mit desinfizierenden und entzündungslindernden Wirkstoffen ein.
Bei ansonsten gesunden Erwachsenen spricht in der Regel nichts dagegen, Halsschmerzen selbst zu behandeln. Verschlimmern sich die Schmerzen trotz der Behandlung oder bei chronischen Krankheiten der Atemwege, des Herzens oder des Immunsystems wie Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises,sollteein Arzt aufgesucht werden. Auch bei Kindern ist immer ein Arztbesuch notwendig.
Da der Bereich des Kehlkopfes nicht von Halstabletten oder Gurgellösungen erreicht werden kann, empfehlen sich Inhalationen. Man setzt dem Inhalationswasser Heilpflanzen (-extrakte) wie Kamille oder Salbei zu.
Geschwollene Gaumenmandeln gehen meistens einher mit leichtem Fieber sowie Halsschmerzen und Schluckbeschwerden. Hier sollte ein Arzt aufgesucht werden, der über die Therapie entscheidet. Fiebersenkend wirken
- Aspirin
- Paracetamol
- Tee aus Holunderblüten
- Tee aus Lindenblüten
- Tee aus Mädesüßblüten
Weiterhin wird empfohlen, zu gurgeln oder Halstabletten / Halssprays einzusetzen. Diese enthalten desinfizierende und schmerzstillende Wirkstoffe. Die Inhaltsstoffe von Gurgellösungen erreichen aber nur die vordere Mundhöhle, denn der Würgereflex verhindert das Benetzen der Mandeln mit der Lösung. Die Wirkstoffe aus den Lutschtabletten erreichen mit dem Speichel auch die hinteren Rachenbereiche. Enthalten sind in den Präparaten zum Beispiel
- Aluminiumchlorat
- Benzalkoniumchlorid
- Cetylpyridiniumchlorid
- Chlorhexidingluconat
- Dequaliniumchlorid
- Ethacridinlactat
- Hexetidin
- Iod
Enthalten Gurgel-oder Spüllösungen pflanzliche Wirkstoffe, so sind dies meist Extrakte aus Kamille oder Salbei .
Schmerzstillend wirken Benzocain und Lidocain .
Obwohl nicht nötig, enthalten manche Präparate auch Antibiotika. Dies sind zum Beispiel Tyrothricin oder Bacitracin .
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Arzneimittel gegen Husten
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Husten ist nicht gleich Husten. Je nachdem, ob er trocken ist oder schleimig, werden unterschiedliche Arzneimittel angewendet.
Eine Selbstbehandlung ist bei Husten nur bei ansonsten gesunden Erwachsenen möglich, Bei chronischen Erkrankungen der Atemwege, wie Asthma oder Bronchitis, bei Krankheiten, die das Immunsystem betreffen wie z.B. Rheuma oder bei der Einnahme von Medikamente ein, die das Immunsystem schwächen (z.B. Cortison), muss zuerst ein Arzt aufgesucht werden. Auch Kinder sollten nur in Absprache mit dem Kinderarzt behandelt werden.
Im Regelfall tritt bei einer Erkältung am Anfang ein Reizhusten auf, der dann in einen Schleimhusten mit Auswurf übergeht. Beide Hustenformen werden unterschiedlich behandelt.
Arzneistoffe, die den Husten blockieren, heißen Antitussiva oder Hustenstiller (-blocker). Dazu gehören folgende Substanzen:
- Benproperin
- Clobutinol
- Codein
- Dextromethorphan
- Dihydrocodein
- Dropropizin
- Eprazinon
- Hydrocodon
- Noscapin
- Pentoxyverin
- Pipacetat
Pflanzliche Hustenstiller schützen die Schleimhaut der Atemwege dadurch, dass sie diese mit einem Schleim überziehen. Folgende Pflanzen gehören zu dieser Gruppe:
- Eibisch
- Huflattich
- Isländisch Moos
- Malve
- Spitzwegerich
Hustenlöser (Expectorantien) erleichtern das Abhusten des festsitzenden Schleimes. Folgende Arzneistoffe gehören in diese Gruppe:
- Acetylcystein
- Ambroxol
- Bromhexin
- Carbocistein
- Cineol
- Guajakol
- Guaifenesin
Zu den Hustenlösern auf pflanzlicher Basis gehören:
- Anis
- Fenchel
- Primel
- Süßholz
- Thymian
- Wollblume
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Welche Ursachen haben Erkältungskrankheiten?
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Die Übertragung der Viren von dem einen auf den
anderen Menschen geschieht über eine Tröpfcheninfektion (Niesen oder
Husten), seltener über gemeinsam benutzte Gegenstände wie
Türklinken.
Erkältungen werden durch eine Vielzahl von Viren
verursacht. Am häufigsten sind es die sogenannten Rhinoviren, die
bei Erwachsenen Schnupfen auslösen. Menschenansammlungen, wie in
Bussen und Bahnen, in Ämtern oder Schulen, erleichtern die
Ausbreitung. Auch Klimaanlagen können die Verbreitung von
Erkältungen begünstigen.
Der Körper hat verschiedene Möglichkeiten, die
Viren abzuwehren. Diese entwickeln sich aber erst im Laufe des
Lebens. Deswegen erkranken Kinder viel häufiger. Auf den
Schleimhäuten der Atemwege befinden sich sogenannte Antikörper. Das
sind Eiweiße, die zum Immunsystem gehören und Mikroorganismen
abwehren können. Da gerade die Rhinoviren häufig ihr Äußeres
verändern, kann das Immunsystem sie nicht wiedererkennen und die
Krankheit bricht immer wieder neu aus. Menschen, die unter Stress
stehen, sind anfälliger für Infektionen, da Stress die körpereigene
Abwehr schwächt. Auch Rauchen (sowohl aktiv als auch passiv)
schwächt das Immunsystem. Menschen, die unter Asthma leiden oder
andere chronische Atemwegserkrankungen haben, sind ebenfalls
anfälliger für Erkältungen. Oft verläuft die Krankheit dann auch
schwerer.
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Sanfte Medizin bei Erkältungen
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Homöopathische Medikamente
Erkältungskrankheiten lassen sich auch mit homöopatischen Medikamenten behandeln. Dazu gehören zum Beispiel Aconit oder Belladonna.
Normalerweise werden homöopathische Präparate nach der Persönlichkeit des Patienten sehr individuell ausgewählt. Bei leichteren Erkrankungen, wie einer Erkältung, geht man aber auch hier nach den akuten Symptomen.
Aconit hat sich in frühen Erkältungsstadien bewährt, vor allem, wenn die Erkältung durch kalten Wind ausgelöst wurde. Tritt die Erkältung mit Fieber und geröteter heißer Haut sowie Herzrasen auf, so wird Belladonna empfohlen. Sind auch die Ohren betroffen, eignet sich Ferrum phoshoricum, Gelsemium empfiehlt sich bei allgemeiner Benommenheit. Geht die Erkältung mit Gliederschmerzen einher, nimmt man Eupathoria perfoliatum und Phytolacca ist gut, wenn die Mandeln mitbetroffen sind.
Welche Hausmittel gibt es bei Erkältung?
Bei der nichtmedikamentösen Behandlung von Erkältungskrankheiten haben sich auch viele Hausmittel bewährt. Dazu gehören Fußbäder, Wickel und Wadenwickel.
Raucher sollten auf jeden Fall wenigstens für die Dauer der Erkrankung das Rauchen einstellen.
- Wie werden Fußbäder durchgeführt?
Beginnt die Erkältung mit dem typischen Gefühl des „dicken Kopfes“, so hilft ein Fußbad.
- Man setzt sich auf einen Stuhl und hält beide Beine bis zu den Knien in ein Wasserbad, das ca. 37 °C warm ist (wenn die Füße kalt sind, kann das Wasser auch kälter sein).
- Man gibt dann über 10 – 15 Minuten heißes Wasser dazu, bis eine Temperatur von 40 – 42 °C erreicht ist und man anfängt zu schwitzen.
- Die Wirkung wird verstärkt, wenn man dem Badewasser Senfmehl zufügt.
- Nach dem Bad fühlt man sich durchwärmt und entspannt und der Kopf ist wieder frei.
- Wie macht man Wickel?
Leidet man unter einer Bronchitis mit Husten, so haben sich Wickel bewährt. Um den Oberkörper wird direkt auf die Haut ein nasses, fest ausgewrungenes, kaltes Tuch gewickelt (Leinen). Darüber wird ein Frotteehandtuch gewickelt. Anschließend hüllt man entweder nur den Oberkörper oder den ganzen Körper in eine Wolldecke. Ein heißer Tee aus Lindenblüten hilft zusätzlich, den Hustenreiz zu lindern und das Abhusten zu erleichtern.
- Wann nützen Wadenwickel?
Wadenwickel senken das Fieber. Um die Beine werden nasse, fest ausgewrungene kalte Leinentücher gewickelt. Darüber kommt eine zweite Lage aus Frotteehandtüchern. Bettruhe fördert den Effekt.
- Ernährung
Ganz wichtig ist es, vor allem während einer fieberhaften Erkältung, viel zu trinken. Es eignen sich Obstsäfte, aber auch Mineralwasser ist wichtig, um die beim Schwitzen verlorenen Salze zu ersetzen. Das Abhusten wird erleichtert, wenn man heiße Kräutertees trinkt. Weiterhin sollte man weniger essen, leicht verdauliche Nahrungsmittel bevorzugen und auch lieber statt weniger großer mehrere kleine Portionen essen.
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Wie können Sie vorbeugen?
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Zur Vorbeugung von Erkältungskrankheiten kann
man die Abwehrkräfte stärken. Dies kann zum Beispiel durch Sport,
Saunagänge, Kneippkuren geschehen.
Im Winter sind Erkältungen besonders verbreitet.
Man kann aber die Ansteckungsgefahr durch Abhärtung senken. Ein
klassisches Verfahren, das Immunsystem zu stärken, ist zum Beispiel
der Saunagang und anschließend kalte Wassergüsse bzw. -waschungen.
Diese können aber auch gut zu Hause als alleinige Therapie
durchgeführt werden. Die Gefäße der Haut ziehen sich durch die Kälte
zusammen und erscheinen blass. Durch die anschließende gute
Durchblutung aber sich rötet sich die Haut und ein angenehmes
Wärmegefühl entsteht.
- Angefangen wird immer an den Händen oder Füßen. Danach kommt der
Körper dran.
- Die rechte Körperseite wird vor der linken behandelt.
- Wichtig ist auch, dass nur warme Körperregionen kalt behandelt
werden sollen. Wer schon friert, sollte keine kalten Waschungen
durchführen.
Auch ausreichende Bewegung an der frischen Luft
stärkt die Abwehrkräfte, Leistungssport hingegen hat einen
gegenteiligen Effekt. Ist die Erkältung bereits eingetreten, sollte
man sich schonen.
Mit einer Soletherapie werden in Kurorten
infektanfällige Erwachsene und Kinder behandelt. Das geht auch gut
zu Hause, entweder durch Solebäder, Vernebelung von Salzlösungen
oder regelmäßiges Spülen des Nasen-Rachenraumes mit Geräten und
Salzlösungen aus der Apotheke. Gut ist auch ein Luftbefeuchter in
Räumen, die durch die Heizungsluft sehr trocken sind. Dies
verhindert die Austrocknung der Schleimhäute und verstärkt ihre
Widerstandskraft gegen Viren. Und eine gesunde, vitaminreiche und
vollwertige Ernährung stärkt ebenfalls das Immunsystem.
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